Freitag, 17. Juli 2009
to nudge (schubsen), frantic (hektisch), profanity (Obszönität), solely (ausschliesslich), vertex (Scheitel), stroll (Spaziergang), ligaments (Baender-Koerper bezogen), relentless (erbarmungslos), stir (Aufregung, Verb: ruehren), to perch in (auf etwas sitzen)Kartenspielen und Weisswein trinken am Pool bis die Sonne untergeht und dann ausgiebig in ihm Plantschen ist wirklich eine feine Sache, es ist erstaunlich wie lange hier das gute Wetter anhaelt.
Ich fuerchte aber dass es heute nachlaesst, ausgerechtnet when Fridays after Five ist, so gerne wuerde ich mit ihm ein Konzert besuchen. Es macht ohnehin schon viel Spass zu Christy Moore (meine Musik) und Gordon Lightfoot (seine Musik) gemeinsam rumzutraellern, aber live ware naturlich noch viel toller. Vielleicht klappt es sogar mit einem Konzert von Lightfoot, leider ist dieser jedoch ziemlich gehobenen Alters und meine Lieblingssongs haben nun mehr Slow-Motion-Charakter.
Mein Sonnenbrand entwickelt sich langsam zu einer netten Braeune, die ich seit meinem 5. Lebensjahr wohl nicht mehr hatte. Ich werde mich nun wieder meinem Amerikanischen Krimi widmen, in der Hoffnung meine Englischkenntnisse aufzubessern. Dieser spielt in Richmond und Williamsburg, was natuerlich klasse ist, weil ich vorraussichtlich beide Staedte naechste Woche besuchen werde.
Donnerstag, 16. Juli 2009
Gestern war ich wirklich etwas angepisst von ihm, bisher hatte er nie einen Tag frei genommen und so bat ich ihn um den Mittwoch. Er arbeitete aber dann doch den halben Tag und wir kamen nicht rechtzeitig zu einem Happy hour Lokal. Er wollte umkehren aber schliesslich landeten wir doch in einem Pub mit vernuenftiger Happy Hour und irischem Bier, was selbst ich mag. Seltsamerweise waren Deutsche Bierplakate an der Wand und auch eine Flagge seines heissgeliebten Footballteams, the Gators.Ich finds cool, dass wir beide Saufkuehe sind und so hob sich die Stimmung mit jedem gekippten Getraenk.
Zu Hause tranken wir weiter tanzten zu Folk und Country und hatten eine gute Zeit. Wir spielten zudem Karten und ausnahmsweise musste ich nicht in Konkurrenz zu TV und Handy stehen - sehr entspannend.
Nachts schnarchte er wieder dolle aber ich war zu erschoepft von Sonnenbrand und Alkohol, als dass es mich den Schlaf kostete.
Gleich wird er zur Mittagspause hier hereinschneien und ich wie immer ihn kraeftig verwoehnen. Er ist keine Nachteule wie ich und so sind unsere schoensten Stunden oft am Morgen und Nachmittag.
Liebe und andere Seltsamkeiten
Dienstag, 14. Juli 2009
Ich denke ich sollte wieder beginnen, Dinge festzuhalten, besonders weil die letzten Wochen wohl die besondersten in meinen Leben sind.Mein Deutsch ist etwas verkrueppelter als sonst, da ich in den USA sitze und mir sowohl die Tastatur als auch meine mangelnden Sprach-Switch-Faehigkeiten Probleme schaffen.
Seit 4,5 Wochen bin ich in den USA bei meinem Liebsten. Wir hausen in einem Studentenzimmer, da er in Scheidung lebt und sie noch das Haus besetzt, wenns war ist nur noch fuer 4 Tage...
Die meiste Zeit verbringe ich im Zimmer und warte auf seine Rueckkehr von seinem Job, ich buegel seine Hemden und raueme auf.
Wenn er da ist bin ich der gluecklichste Mensch auf Erden, ich fuettere ihn und wir haben Lunch-Sex. Die Abende verbringen wir oft am Pool und spielen Karten, wenn es dunkel wird trauen wir zwei Mopsis ins Becken und haben wahnsinnig viel Spass. Wir reden dann viel ueber die Kindheit und planschen herum, machen Bloedsinn oder sind romantisch verschmust. Ich war nie so gluecklich...
Letztes Wochenende verbrachten wir in Washington DC, trafen eine gute Freundin von ihm und deren Freund und sahen allerlei Kultur for free. Grandios all die Smithonian Sachen: National Art Gallery, National Potrait Gallery, National Museum of Natural History und der Zoo.
Wir uebernachteten in dem groessten Hotel, was mir je begegnet ist - Marriot Wardman Park. Als wir da waren, tagte dort gerade die Barbie Convention, sehr amuesant. Wir genossen aber vorallem das gigantische Bett und die vielen Kissen.
Ansonsten sah ich noch die beruehmte Universitaet von Virginia und viele viele Tiere. Besonders angetan haben es mir die Lightning Bugs oder die bistigen winzigen Blue Jay Voegel, aber auch Skunke, Biber, riesige Hirsche direkt neben der Strasse und nahe bei seinem Haus freilaufende Pfaue.
Nun hoffe ich noch mit ihm etwas Zeit in seinem suessem Haus zu verbringen und auf romantische Stunden am Strand von Virginia Beach und vielleicht noch Williamsburg und mehr von Richmond zu besichtigen. Aber vorallem bin ich ja hier wegen ihm...
Ich liebe ihn sehr, wuensche mir nichts mehr als eine Zukunft mit ihm, trotz aller hier nicht wirklich erwaehnten Schwierigkeiten und Dramen.
Dienstag, 27. Januar 2009
Da wartetet man Jahre lang, dass man sich endlich wieder verlieben kann und wenn es dann passiert, weiß man wieviel Leid all das Schöne mit sich bringt.Trotz täglichen Chattens und regelmäßigen Telefonierens und Webcam-Meetings scheint das Vermissen kaum bewältigbar. Einst sagte eine Freundin mal zu mir, ich sollte doch mal den Mittelweg nehmen zwischen Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, aber wer sagt mir, wie ich das mache?
Sein T-Shirt liegt neben meinem Kopfkissen, unser gmeinsames Foto ziert sämtliche Screens und wie ein Teenager habe ich Lust seinen Namen tausendfach auf Papier zukritzeln. März ist wirklich noch weit und das geplante Treffen ist ja dann auch nur wieder eine Woche, warten warten, warten - wie ich es hasse, aber er ist so verdammtnochmal wert.
Sonntag, 18. Januar 2009
In Virginia ist es wirklich sehr kalt, man hat das Gefuehl das Gesicht friert ein. Das passiert nicht wirklich, allerdings frieren allerlei Wasserleitungen ein, so dass man staendig Feuerwehrsirenen hoert.Seit gestern weiss ich, dass ich mich nun auch real verliebt habe. Als wir so durch die DVD Reihen von Bestbuy gingen und wir ueber Coen Filme und Gruene Tomaten phoilosophierten und unsere Liebe fuer Paul Simons "Graceland".
Er ist unglaublich suess und liebevoll und ein wahrlich grandioeser Kuesser. Er will zusaetzlich Tage fuer mich frei nehmen, um mit mir mehr zusammenzusein und ich kann kaum erwarten, wann er mich in Deutschland besucht.
Freitag, 16. Januar 2009
... das waren die Worte der Polizisten bei der Einreise in die USA. ja genau dort bin ich gerade eben, in einem Hotelzimmer in Virginia. Ich weiss noch nicht viel ueber die USA, nur das alles ein bisschen aussieht wie in England, der Gingerale jedoch geschmacklos ist.350 Tage von 365 im Jahre fuehle ich mich tot und leer, aber die restlichen bin ich sehr lebending, extrem und neuerdings ganz weit weg. Waehrend dem 9 stuendigen Flug liest man Buecher ueber Persoenlichkeitsstoerungen und wenn man ankommt fuehlt man sich begehrt und gebraucht. Koennte schlimmer sein? Die Leere die ist noch da, aber dafuer gibt es selbst hier eine Flasche Southern Comfort und dann ist auch alles wieder gut.

